PRAGMA-Studie: So sieht das Büro der Zukunft aus

Working Space 2025

 

Das Büro der Zukunft wird sich stark an die durch Digitalisierung und Globalisierung veränderten Arbeitsabläufe, Kommunikationsbedürfnisse und neue Modelle der Zusammenarbeit anpassen. 61 Prozent der befragten deutschen Büroarbeiter/innen fordern flexiblere Strukturen in der Büroumgebung und möchten in Zukunft nicht mehr auf einen einzigen räumlich festgelegten Arbeitsplatz im Unternehmen festgelegt sein. Das hat das PRAGMA Institut für empirische Strategieberatung in seiner aktuellen Studie Working Spaces 2025 herausgefunden. 

Trotz des Wunsches nach größerer Flexibilität und Mobilität im Büroumfeld ist es für die Mehrheit der Befragten kein wünschenswerter Zustand, völlig flexibel in Cafés, Parks oder anderen öffentlichen Räumen zu arbeiten (72 Prozent). Umso wichtiger wird es für Unternehmen, ihren Mitarbeitern eine offene Bürolandschaft mit Rückzugs- sowie mit flexiblen Meeting-Möglichkeiten zu schaffen. Klassische Einzelbüros gehören dann genauso wie das Großraumbüro der Vergangenheit an, denn sie schaffen nicht die räumliche Dynamik, die durch intensivierte, spontanere und projekt-getriebene Zusammenarbeit notwendig wird. Die Zusammenarbeit spielt sich dabei via neuer Kommunikationsmöglichkeiten zunehmend im virtuellen Raum ab und erweist sich als Treiber von technischen Büroausstattungen. Doch auch der reale Büroraum wird sich enorm verändern: Der Wunsch von 70 Prozent der Befragten nach einer künftig informellen Umgebung für Meetings spiegelt diese Entwicklung. 

Eines der wichtigsten Studien-Ergebnisse: Derzeit stellt die Büro-Umgebung ein erhebliches Hindernis für Effizienz, Kreativität und Arbeitszufriedenheit in den Unternehmen dar. Insgesamt zeigen sich 41 Prozent der Büroarbeiter/innen unzufrieden mit ihrem aktuellen Arbeitsplatzumfeld und geben fehlende Möglichkeiten der Mitgestaltung sowie unbefriedigende ergonomische, lichttechnische und akustische Bedingungen als Gründe an. Mehr als die Hälfte der Befragten erwarten von ihren Arbeitgebern, dass sich ihr Büroumfeld bis 2025 entweder massiv in der Qualität steigert oder es sogar eine grundlegende Neuorientierung in der Bürogestaltung gibt. Dabei fordern die meisten Büroarbeiter eine individuelle Gestaltung und Optimierung des Arbeitsplatzes (29 Prozent), 26 Prozent sehen eher eine gesundheitliche Optimierung und 22 Prozent eine technische Optimierung im Fokus.

Trotz Digitalisierung: Klassische Arbeitsutensilien bleiben weiterhin wichtig. Denn die Digitalisierung, Flexibilisierung und Mobilisierung des Büros der Zukunft ist für die Arbeitsplatzausstattung keine Einbahnstraße. Fragt man nach der Zukunftseinschätzung, wünschen sich Befragte mit Home und Business Office in erster Linie eine neue Balance zwischen Digitalem und Nicht-Digitalem. Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach Balance in jungen Milieus unter 35 Jahren im Home und Business Office.

Für gut achtzig Prozent der Befragten ist die Ausstattung künftiger Working Spaces mit nicht-digitalen Arbeitsgeräten sehr oder eher wichtig. Vor allem weiche Faktoren wie Arbeitszufriedenheit und Wohlbefinden werden durch den Einsatz nicht-digitaler Arbeitsgeräte positiv beeinflusst. Nur neun Prozent finden klassische PBS-Produkte in 2025 überhaupt nicht mehr wichtig oder sehr unwichtig.

Die Detailauswertungen zu den einzelnen Produkten innerhalb der Büro- und Arbeitsplatzausstattung zeigen deutlich, wohin sich die neue Balance zwischen digitalen und nicht digitalen Geräten verschieben wird: So werden Akten- und Hängemappenschränke in 2025 an Bedeutung verloren haben. Ebenso Papierordner, Kalender und Adressbücher sowie Briefumschläge und Versandtaschen. Aber auch im IT-Umfeld verlieren Produkte an Bedeutung: allen voran PC und Drucker (mit bis zu 25 Prozent). Sie werden abgelöst durch Laptops und Tablets.

Andere nicht-digitale Arbeitsmittel gewinnen in den nächsten 10 Jahren weiter an Bedeutung oder behaupten sich: allen voran der Kugelschreiber und Textmarker, aber auch Klebezettel und Ablage- und Organisationsmittel. Besonderen Fokus sollten Hersteller der PBS-Industrie laut Studie auf Präsentationsmittel legen. Flipcharts, Whiteboards und Leinwände gewinnen bis 2025 laut der befragten Büroarbeiter an Bedeutung – sie profitieren von den künftigen Coworking-Trends. 

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